Musical Tanz – Musical Dance

Als Musical Tanz oder Musical Dance bezeichnet man eine Form populären Musiktheaters, die Gesang, Tanz, Schauspiel und Musik in einem Hansdlugsrahmen verbindet. Sein Ursprung hat das moderne Musical in New York in den 1920er Jahren. Ganz schnell verbreitete sich aber diese Theaterform auch in London, dass das bis heute diese beiden Städte als Metropole des Musicals gelten. Seine Blütezeit erlebte das Musical von den 1930er bis zu den 1950er Jahren. Zu den bekanntesten Komponisten aus dieser Zeit gehören Cole Porter, George Gershwin, Richard Rodgers oder Jule Styne.

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Woodstock und Underground-Musik nahmen Einfluss auf Musical Ende der 1960er Jahren. Aus dieser Zeit kommt das Musical „Hair“ (1967), das sich kritisch mit den Problemen Jugendlicher und dem Vietnamkrieg auseinandersetzt. Auch andere erfolgreiche Musicals entstanden: Richard O’Briens „The Rocky Horror Show” (1973), Andrew Lloyd Webbers „Jesus Christ Superstar” (1971) und „The Whos Tommy” (1969) und „Quadrophenia” (1973).

Von den modernen Musicals spricht man seit Beginn der 1980er Jahre. Für die modernen Musicals ist charakteristisch, dass sie fast ausnahmslos durchkomponiert waren und dass die szenische Realisierung auch als unveränderliche Vorlage für alle Produktionen diente. Zu den ersten modernen Musicals zählen die Stücke von Andrew Lloyd Webber wie „Cats“ (1980), „Starlight Express“ (1984) oder „Das Phantom der Oper“ (1986). Da die Produktionen immer mit hohen Investitionen verbunden waren, mussten auch mussten auch lange Laufzeiten erreicht werden. Dies hatte zur Folge, dass Ende des 20. Jahrhunderts in vielen Städten spezielle Musical-Theater gebaut wurden. Ein Beispiel hierfür ist das Starlight Express Theater in Bochun, das 1988 für 24 Millionen DM fertiggestellt wurde.

Musicals, die ab Ende des 20. Jahrhunderts entstanden sind, haben eine große Brandbreite und orientieren sich an verschiedenen Theatergattungen wie Revue, Extravaganz, Melodram, Musical Play oder aber auch an Film. Hinzu kommt, dass auch unterschiedliche Musikrichtungen miteinander vermischt werden, wie z.B. Rock- und Jazzelemente mit sinfonischen Klängen oder der Opergesang mit dem Belting, wie das der Fall in „Les Misérables“ (1980) oder in „Aida“ (200) ist.

In den neueren Zeiten entstanden die sogenannten Jukebox-Musicals. Diese ähneln sehr einem Konzert und verwenden Musiktitel eines Interpreten oder einer Stilrichtung. Beispiele dafür sind: „Saturday Night Fever“ (1998, Bee Gees), „Mamma Mia!“ (1999, ABBA) oder „We Will Rock You” (2002, Queen).